Carolin Caprano

Tierheilpraktikerin - Autorin - Illustratorin

Wie dosiere ich EM für Tiere richtig?

Wenn man beginnt, sich mit den Effektiven Mikroorganismen zu beschäftigen und im Zuge dessen darüber nachdenkt, sie bei seinem Tier auch innerlich einzusetzen, dann stellt sich zwangsläufig auch die Frage der Dosierung.

Diese Frage ist jedoch nicht so einfach und vor allem nicht so pauschal zu beantworten.

Zunächst einmal muss man darauf hinweisen, dass es ja verschiedene Darreichungsformen und Produkte mit EM gibt. In erster Linie sollte man sich dann die Hinweise der Hersteller auf den Verpackungen ansehen und sich zumindest ungefähr daranhalten. Meist sind es aber natürlich auch nur Empfehlungen, die man individuell anpassen kann und muss.

Vor allem für Einsteiger ist es durchaus sinnvoll, Produkte speziell für Tiere zu wählen (hier kann man sicher sein, dass nur Zutaten enthalten sind, die für die jeweilige Tierart sinnvoll und zugelassen sind) und sich dann an die Dosierungsanweisungen zu halten. Normalerweise wird dabei auch immer empfohlen, sich langsam an die Höchstmenge heranzuarbeiten.

Wählt man jedoch ein Basisprodukt, das kann die EM Urlösung oder auch das EM aktiviert sein, dann kann man sich zunächst an ein paar Faustregeln halten (die jedoch nicht immer passen müssen, siehe Hinweise weiter unten).

Hunde bis 20kg Körpergewicht können am Tag beispielsweise einen Teelöffel pro 5kg Körpergewicht erhalten. Bei Katzen geht man von einer Höchstmenge von 1-2 Teelöffeln aus.

Bei Pferden wiederum spielt auch das Leistungspensum eine Rolle. Pferden die leistungsmäßig im Erhalt bis hin zu leichter Arbeit stehen, wird pro Tag ca. 10ml pro 100kg Körpergewicht verfüttert. Wird mehr Leistung erbracht, kann die Menge gesteigert werden.

Auch bei der Urlösung oder den EMa gilt jedoch: Langsam anfangen!! Niemals sollte man sofort mit den Höchstmengen starten, sondern sich immer langsam herantasten. Zu Beginn können das vielleicht auch nur ein paar Tropfen sein, die man verabreicht.

Jedes Tier ist anders und auch die Gründe, für den Einsatz der EM können variieren. Entsprechend sollten die Dosierungen auch immer individuell angepasst sein. Das Tier sollte zudem genau beobachtet werden. Bei ungewünschten Reaktionen (so kann es beispielsweise am Anfang der Einnahme manchmal zu weichem Stuhlgang bis hin zu leichtem Durchfall kommen), wird die Dosierung heruntergefahren werden oder man startet nach einer kurzen Pause nochmal neu.

Die Effektiven Mikroorganismen haben viele großartige und nützliche Eigenschaften und können bei den unterschiedlichsten Problemen eingesetzt werden. Gerade bei Erkrankungen der Haut oder des Verdauungstraktes, sowie zur Umgebungsreinigung haben sich die fleißigen Mikroben in der Tierhaltung schon unzählige Male bewährt.

Allerdings heißt das nicht, dass jedes Tier die EM bedingungslos verträgt. Sollten unerwünschte Reaktionen länger bestehen oder gar Unverträglichkeiten auftreten, ist vom Einsatz der EM abzusehen und auf andere Behandlungsmöglichkeiten umzusteigen.

Vor allem für Einsteiger bietet sich unbedingt auch die Unterstützung durch einen, auf dem Gebiet der EM versierten, Tierheilpraktiker oder Tierarzt an. Auch EM-Berater oder die verschiedenen Hersteller der Produkte können angesprochen werden und um Rat gefragt werden.