Carolin Caprano

Tierheilpraktikerin - Autorin - Illustratorin

Der Unterschied zwischen EM Urlösung und EMa

Eine  Frage, die mich häufig erreicht, ist folgende: „Was ist eigentlich der Unterschied zwischen EM Urlösung und den EMa und kann man die Urlösung auch schon benutzen?“

EM Urlösung ist natürlich schon anwendbar. Ich beschreibe es gerne so, dass die EM dabei aber noch viel träger sind. Praktisch noch ein bisschen wie im Winterschlaf. Sie sind also weniger “aktiv”  und deshalb vermehren sie sich da auch nicht großartig.

Beim Ansetzen von EMa kommt dann die Melasse ins Spiel. Wird da also zum ersten Mal Energie dazugegeben, dann schalten die EM auf Fast Forward  und der Stoffwechsel ist ebenfalls voll eingeschaltet. Die Melasse ist sozusagen das Futter für die EM, woraus sie die Energie gewinnen. Dadurch sind sie sehr aktiv und vermehren sich auch ratzfatz. Aus der Urlösung kann ich also durch die Vermehrung sehr viel aktive EM Lösungen herstellen, wenn ich möchte. Besonders, wenn ich große Mengen benötige eine günstige Alternative (solange man das selbst macht), da man aus der Urlösung immer wieder nachproduzieren kann.

Der Nachteil ist natürlich die schnellere Verderblichkeit der EMa. Ist die Melasse, also das Futter, verbraucht, sterben die aktiven Mikroorganismen natürlich dann schneller ab und die Lösung “kippt” irgendwann. Man sollte vorher also immer überlegen, welche Mengen man ungefähr benötigt

Bei empfindlichen Patienten kann es aber gerade deshalb sogar sinnvoll sein, zunächst mit den EM der Urlösung zu beginnen und später zu den aktivierten EM überzugehen. In allen anderen Fällen starte ich lieber gleich mit den EMa und schleiche diese in langsam steigernden Mengen ein.